Die Landschaft.
Manhagen und die unmittelbare Umgebung.

Seit 1980 wurden die Manhagener Flächen nicht mehr bewirtschaftet. Die in dieser Zeit andernorts mächtig voranschreitende Maiswüstenbildung fand hier also nicht statt. Niedermoorflächen, Hochstaudenfluren, Feuchtwiesen wechseln sich mit Äckern und Weiden ab, die ihrerseits durch 4 km der landschaftstypischen Knicks (Hecken und Feldgehölze) gegliedert sind. Wer mit botanisch geschultem Blick über unsere Flächen streift, wird viele Seltenheiten entdecken: Kreuzblume, Teufelsabbiß, Zittergras, Sumpfdotterblume, Sumpf-Hornklee, Sumpfblutauge, Fieberklee, Wollgras, Brennender Hahnenfuß u.a.m.

In einer naturschutzfachlichen Stellungnahme
aus dem Jahre 2009 heißt es:

„Insgesamt konnten auf dem Hofgut Manhagen und wichtigen, direkt daran angrenzenden Biotopen 55 Arten der Roten Liste Schleswig-Holsteins nachgewiesen werden. … So stellen die beschriebenen Niedermoor- und mageren, trockenen oder feuchten Grünlandflächen botanische Hotspots dar, wie sie für Schleswig-Holstein in einer solchen Flächenkombination und Dichte mittlerweile nahezu einzigartig sein dürften. Die Landschaft spiegelt in Teilen den Flächenzustand und die Artenausstattung der Schleswig-Holsteinischen Kulturlandschaft vor einer stärkeren landwirtschaftlichen Intensivierung wider.“ 

Auch die Fauna lohnt manchen Blick: Am Himmel kreist der Seeadler, am Ufer des Manhagener Sees brüten Eisvögel, in unseren Scheunen verschläft ein Waldkauzpärchen seinen Tag und belebt die Dämmerung mit lautlosem Flug, und mit viel Glück bemerken Sie im Halbdunkel den mächtigen Schatten eines Uhus. Die imposante Großeule ist im Holsteinischen Hügelland flächendeckend verbreitet und brütet auch in der Nähe von Manhagen.