Ein Ort mit Atmosphäre: der genius loci.

Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude liegen verteilt über ein etwa 2 ha großes Gelände an der Südspitze des Manhagener Sees. Wenn Sie am Pächterhaus vorbei nach unten in den Bereich der beiden Ferienhäuser gehen, entdecken Sie eine für Norddeutschland durchaus ungewöhnliche Szenerie: Vor Ihnen erstrecken sich die 20 ha des Manhagener Sees, der am gegenüberliegenden Ufer über eine Schilfschneise in den benachbarten Pohlsee (50 ha) übergeht. Hinter Ihnen reckt sich über 6-7 m der Windmühlenhügel empor, und auf der östlichen Seeseite steigt über 22 m der Manhagener Berg zu einem mit einem alten Buchen-Eichen-Mischwald bewachsenen Steilufer an.

An seinem südlichen Ende löst sich ein Abfluß aus dem See: die Mühlenau. Und wenn Sie den Bach auf einer kleinen Brücke überqueren, blicken Sie in ein richtig steiles Tal, durch das sich die Au – nachdem sie ihre Dienste am Mühlrad ganz spielerisch und nebenbei erledigt hat – mit den glucksenden Begeisterungslauten ungebändigten Wassers zu dem 1 km entfernten und 1,8 m tieferliegenden Brahmsee auf den Weg macht.

Das Gelände – von zwei kleinen Höhenzügen eingefaßt – macht eine tief beruhigende Geste des „Einhegens und Beschützens“ um den Ort. Was immer den „genius loci“ sonst noch ausmachen mag, diese „Umschlossenheit“ gehört sicher dazu. Sie bedrängt und beengt aber nicht, denn nach Norden geht Ihr Blick – über den See und durch einen Saum von Schilf, Schwarzerlen und Grauweiden auf die charakteristisch kuppige, von Wallhecken gegliederte Wiesenlandschaft Holsteins – wieder ins Weite.

Holsteinische Endmoränenlandschaft und ein landschaftlich vielfarbiges Mühlenidyll treffen hier aufeinander, und ein Chronist notierte in den 30er Jahren, daß sich dieser norddeutsche Mühlenstandort „seiner schönen Lage wegen fast mit denen des Schwarzwaldes und Thüringens vergleichen kann.“ Ein starker Ort also, und das werden Sie in jedem Moment empfinden – von der Ankunft bis zur Abreise.